Das Jesusmärchen

 

Gab es Jesus Christus wirklich? 

Nein, es gab ihn nicht. Es gab keinen mächtigen Messias der durch die Gegend zog und dem Scharen von Menschen folgten,wie wir es aus Filmen kennen, als ob wir selbst dabei gewesen wären. Es gab auch keinen armen Wanderprediger der mit Sandalen und Hirtenstab einsam unterwegs war und Arme und Kranke heilte, auf den die Beschreibung des Jesus passen würde. Jesus Christus wurde nicht im Jahr Null oder Eins geboren und auch nicht 10 Jahre früher oder später, er wurde gar nicht geboren, weil er nie existiert hat.

 

Es ist eine komplett erfundene Geschichte ohne Bezug auf eine tatsächlich je existierende Person, die ein solches Leben hatte. Trotzdem ist die Jesusgeschichte mit vielen historischen Ereignissen verknüpft.


 

Gaius Julius Caesar

Gaius Julius Caesar lebte von 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung bis 44 Jahre vor unserer heutigen Zeitrechnung. Er war ein römischer Feldherr der maßgeblich zum Ende der römischen Republik beitrug und dadurch an ihrer Umwandlung in ein Kaiserreich beteiligt war. Er war sehr intelligent und geprägt von dem unbedingten Willen zur Macht. Seine Macht teilte er in einem sogenannten Triumvirat mit Pompeius und Crassus. Nachdem Crassus verstorben war und Pompeius sich gegen Caesar geschlagen geben musste, war er Alleinherrscher über das römische Reich. Der Senat bedachte ihn deswegen mit beispiellosen Vollmachten und göttlichen Ehrungen. Er kontrollierte den gesamten Mittelmeerraum, unterwarf das bis dahin freie Gallien und unterstützte im Alexandrinischen Krieg die ägyptischen Heere seiner Liebhaberin Kleopatra die 7.

 

Aus Ägypten brachte Caesar den ägyptischen Sonnenkalender mit und das Wissen um den Pharaonenkult, der in Verbindung mit dem Glauben an die Seelenwanderung und Wiedergeburt in Ägypten zelebriert wurde. Mit dem letzten weiblichen Pharao, Kleopatra die 7. hatte Caesar den gemeinsamen Sohn, Ptolemaios den 15. Mit seiner Kalenderreform begann Caesar, mit dem neuen Sonnenkalender, alte Jahreszählungen abzulösen, die auf den Mondphasen beruhten und nach den regierenden Konsulen benannt wurden.

 

Nachdem Caesar sich zum Diktator auf Lebenszeit ernannte, fiel er einer Verschwörung von römischen Senatoren zum Opfer, die seinem Leben ein Ende setzte. Die geplanten Vergöttlichungsbeschlüsse durch den Senat konnten wegen seines Todes nicht mehr rechtzeitig durchgeführt werden.

 

In seinem Testament bestimmte er durch Adoption seinen Großneffen Octavius zu seinem politischen Erben. Als sich im Jahr 44 vor unserer Zeitrechnung, bei Spielen die Octavius nach dem Tod von Caesar zu dessen Ehren aufführen ließ, ein Komet am Himmel zeigte, galt das dem Volk als Beweis für die Vergöttlichung Caesars. Die schon zu Lebzeiten von Caesar geplanten Vergöttlichungsbeschlüsse wurden 2 Jahre nach seinem Tod umgesetzt.

 

Die Zeremonie dazu nennt man Divinisierung oder Apotheose und wurde, nachdem sie für den getöteten Caesar zelebriert wurde, in den folgenden 4 Jahrhunderten, Teil des entstehenden Kaiserkultes. Caesar wurde dadurch zu einem Divus was der Göttliche bedeutet.


 

Octavius bzw. Kaiser Augustus

Sich um die Divinisierung eines verdienten verstorbenen Vorgängers zu kümmern, gehörte zum pflichtgemäßen Verhalten seines Nachfolgers und diente dabei auch seinem eigenen Ansehen. Als Sohn oder Adoptivsohn eines Divus stärkte der Nachfolger seine Legitimation darüber hinaus auch durch den Hinweis auf eine göttliche Abstammung.

 

Da man der Meinung war, dass eine lebende Gottheit sich stärker um das Wohlergehen des Volkes kümmern würde, als ein einfacher Herrscher, wurde Caesars Adoptivsohn und politischer Erbe Octavius, der spätere Augustus, bereits zu Lebzeiten als Divi filius (Sohn des Vergöttlichten) und nach seinem Tode als Divus Augustus vom Volk verehrt.

 

In Rom und Italien lehnte Octavius eine offizielle Verehrung als Gott ab, gestattete sie allerdings, jedoch nur in Verbindung mit dem Romakult, in den östlichen Provinzen. Dennoch akzeptierte er auch in der Hauptstadt göttergleiche Ehrungen. So wurde seit seinem Sieg in Ägypten, über Antonius und Kleopatra die 7., 30 Jahre vor unserer Zeitrechnung, sein Geburtstag mit Opfern gefeiert, drei Jahre später erhielt er den sakralen Beinamen Augustus, der Erhabene und 12 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurde er zum Oberpriester des Reiches, dem sogenannten Pontifex Maximus, gewählt.

 

Eine weitere Maßnahme, seinen eigenen Götterstatus breiteren Bevölkerungskreisen nahezubringen, stellte die Umgestaltung des Kultes der Schutzgötter der Wohnstätten und Nachbarschaften, den sogenannten Lares Compitales, in Rom dar. Ihre Kultstätten, Compital genannt, an den Straßenkreuzungen, waren in der ehemaligen Republik Rom oft Versammlungsorte politischer Gruppierungen gewesen, an denen die Römer allen Verboten zum Trotz, festgehalten hatten. Daher ließ sie Augustus zwar bestehen, versah sie aber 7 Jahre vor unserer Zeitrechnung mit einem neuen politischen und kultischen Inhalt. Sie verblieben in der Tradition der Kultstätten der Schutzgötter (Laren) die nun aber nicht mehr als Schutzgötter der Wohnstätten und Nachbarschaften präsentiert wurden, sondern als Schutzgötter des Augustus (Lares Augusti).

 

Tiberius, der wiederum von Augustus adoptiert wurde, weihte der Göttlichkeit, auch als Numen bezeichnet, des noch lebenden Kaisers einen Altar: Damit war in Rom ein Herrscher zum ersten Mal als Amtsträger als göttliche Macht eingestuft.

 

Augustus lebte von 63 vor unserer Zeitrechnung bis ins Jahr 14. Zu der Zeit also, in der Jesus Christus geboren sein soll. Das zur selben Zeit zwei angebliche Götter unterwegs gewesen sein sollen, wo das Leben des einen geschichtlich nachvollziehbar ist und das des anderen nur auf Hörensagen beruht, ist eher unwahrscheinlich.


 

Der Name Jesus Christus

Jesus selbst hat keinerlei Schriften hinterlassen. Sämtliche angebliche Aufzeichnungen über ihn beginnen nach seinem angenommenen Tod. Zum ersten Mal außerbiblisch wird ein Jesus erwähnt von Flavius Josephus in seinem Werk Testimonium Flavianum im Jahre 93. Allerdings gilt diese Stelle als nachträglich eingefügt. Sehr geachtet war Flavius in der Bevölkerung nicht, da er sich auf die Seite der römischen Besatzer stellte.


 

Der Name Jesus oder Jehoshua oder Josua war ein damals sehr gebräuchlicher Name, deswegen ist ein Auftauchen dieses Namens in den damaligen Geschichtsschreibungen kein Beweis für die tatsächliche Existenz des biblischen Jesus. Außerdem werden in unterschiedlichen Aufzeichnungen unterschiedliche Menschen mit diesem Namen bezeichnet, eben weil er so viel verwendet wurde. Jesus bedeutet der Retter und deshalb wurde auch dieser Name gewählt für die weitere Geschichtserzählung, da im Alten Testament genau auf so einen Retter verwiesen wird.

 

Mit dem Nachnamen verhält es sich ebenso, Christus ist kein Name, sondern ein Titel und bedeutet der Gesalbte. Warum der Gesalbte? 

 

Die Vergöttlichung von Menschen begann in Rom mit der Apotheose von Julius Caesar. Sein Adoptivsohn Octavius de facto Nachfolger eines Gottes, wurde schon zu Lebzeiten wie ein Gott verehrt. Caesar und Octavius brachten aus Ägypten nicht nur neue Ideen, sondern auch das Wissen um den Pharaonenkult mit. Auch die dortigen, früheren Herrscher, die Pharaonen, wurden als Gott angesehen. Octavius war im Volk beliebt, denn aus heutiger Sicht war er ein Mensch der mit Krieg seine Machtansprüche durchsetzte, aus damaliger Sicht war er jemand der das römische Reich nach innen befriedete und später mit der Pax Augusta, den sogenannten augustinischen Frieden brachte. Eine Steigerung der Positionen die Octavius innehatte, wäre die eines Pharaos gewesen.

 

Den gemeinsamen Sohn von Kleopatra und seinem Adoptivvater Caesar, Ptolemaios der 15., der der eigentliche Pharao in Ägypten gewesen wäre, ließ Octavius im sogenannten Ptolemäischen Krieg, 30 Jahre vor unserer Zeit umbringen und wurde damit selbst zum legitimen Herrscher über Ägypten. Sein Rivale Antonius und dessen Liebhaberin Kleopatra die 7. begingen Selbstmord, die Souveränität Ägyptens endete und Ägypten wurde zur Provinz Roms.

 

Nach der Machtübernahme Ägyptens, erhielt Octavius den Titel Augustus, was der Erhabene bedeutet und wählte später den Namen seines Vorgängers Caesars als eigenen Titel. Aus dem Name Caesar entstand dann der Titel des Kaisers.

 

Als Octavius im Jahr 14 starb, lautete seine gesamte Titulatur, Imperator Caesar, Sohn des Vergöttlichten, der Erhabene, Höchster Oberpriester, 13 Mal Konsul, 21 Mal Imperator, 37 Mal Inhaber der tribunizischen Gewalt, Vater des Vaterlandes. Außerdem wurde er zum Staatsgott erklärt. Er vereinigte damit die drei Funktionen des weltlichen Herrschers, des obersten Priesters und eines Gottes in sich als eine Person, woraus sich dann die Dreieinigkeits - oder Trinitätslehre entwickelte. 

 

Die Glorifizierung und Titelüberhäufung und Gottesanbetung von Octavius löste sich nach seinem Tod immer mehr von dem realen Octavius und begann eine eigene Figur zu bilden. Eine Sagengestalt. Da die Menschen sowieso auf einen im Tanach angekündigten Retter, einen Friedensbringer, einen Herrscher, einen Messias warteten, entstand so der Name Christus. Denn der Begriff Messias wurde vom hebräischen משיח‎ (Maschiach) ins aramäische als Meschiah übertragen, dann als Μεσσίας (Messias) ins griechische transkribiert, dann übersetzt ins griechische   Χριστός (Christós) und dann latinisiert als Christus und stammt aus dem Tanach und bedeutet „Gesalbter". Der Tanach ist das was heute als Altes Testament bekannt ist, allerdings in einer etwas anderen Reihenfolge.

 

Der Titel Gesalbter ist nicht zufällig gewählt, da die Salbung in Ägypten, während der prunkvollen Krönungszeremonie zum Pharao, Teil des Rituals zur Heiligung und der Übertragung politischer Macht war. Octavius erhielt die Legitimation zum Herrschaftsnachfolger der Pharonenlinie, durch die Tötung des letzten Pharaos. Mit dem Titel, der Gesalbte, wurde der Herrschaftsanspruch symbolisch auf Christus übertragen. So entwickelte die entstehende Figur des Jesus Christus immer mehr ein Eigenleben.

 

Der Name Jesus Christus hat die gleichen Initialen wie Julius Caesar. Auch Octavius war mit dem Namen von Julius Caesar verbunden, da er, den Namen seines großen Vorbildes, nach seiner Adoption selbst annahm. Und wie Julius im Original eigentlich Iulius geschrieben wird, so wird auch Jesus im griechischen mit I geschrieben. Griechisch ist die Sprache in der das Neue Testament handschriftlich aufgeschrieben wurde.

 

Wie Jesus auch, wuchs Octavius ohne Vater auf, weil dieser starb als Octavius 4 Jahre alt war, aber er hatte ja in Caesar einen Adoptivvater der Gottesgleich war. Jesus Christus hat dann gleich gar keinen irdischen Vater mehr, dessen Vater ist gleich Gott.

 

Nun kann man Octavius nicht mit Jesus Christus gleichsetzen, er ist ein Teil der Geschichte, aber er ist nicht die Geschichte, denn diese Geschichte wurde immer größer und größer. 

 

Die erwähnte Dreieinigkeits - oder Trinitätslehre ist ein schwer verständliches Glaubenskonstrukt, dass besagt das Gott, der heilige Geist und Jesus unterschiedlich in ihrem Ausdruck sind, trotzdem eine unauflösbare Einheit bilden. Durch die zwischen zwischen Gott und Mensch geschobene äußere Jesusfigur, entstand ein Umweg, der durch andere erklärt werden mußte, eben weil es so schwer verstehbar ist. Damit wurde eine Einflußnahme auf den einzelnen Mensch möglich. Eigentlich kann aber jeder Mensch selbst einen inneren Zugang zu höheren, geistigen Lebensprinzipien, auch als Gott bezeichnet, finden. 

 


 

Der Beginn des Christentums

Sowohl durch Julius Cäsar als auch Octavius, kamen, durch ihre Kriegszügen, aus Ägypten neue Ideen ins römische Reich. Unter den sie begleitenden Heerscharen waren auch intelligente Führungspersönlichkeiten die diverse Kulte leiteten oder Priesterfunktionen inne hatten. Einer der Themen, für das sie großes Interesse zeigten, war der Glaube an ein Leben nach dem Tod und die Idee der Wiedergeburt, mit der sich die ägyptischen Herrscherkreise sehr intensiv befassten.

 

Diese Idee griff mit der Rückkehr der römischen Heere auch im römischen Volk immer mehr um sich, bedrohte aber die Macht der Obrigkeit, weil wer weiß, dass er nach dem Tode wiedergeboren wird, der verliert die Angst vor dem Tod. Der verliert die Angst vor den Machthabern. Deshalb wurden diese neuen Ansichten verboten und ihre Vertreter verfolgt.

 

Als geheimes Zeichen damit sie sich gegenseitig erkannten, wählten sie das Symbol eines Fisches. Warum ein Fisch? Der Fisch war eine Bezugnahme auf das beginnende Fischezeitalter, von dem Eingeweihte wussten, dass es ein Zeitalter der Trennung von Geist und Materie, also ein sehr materiell ausgerichtetes, werden würde. Das Zeichen des Fisches war gleichzeitig ein geheimes Glaubensbekenntnis, denn Fisch heißt im Griechischen ἰχθύς, lateinisch Ichthys. Die Buchstaben dieses Wortes ergaben jeweils die ersten Buchstaben des Glaubensbekenntnisses.

IΗΣΟ˜ΥΣ =  Iēsoũs = Jesus,

ΧΡΙΣΤῸΣ =  Christós= Christus,

ΘΕΟ˜Υ    =  Theoũ = Gottes,

ΥἹῸΣ      = Hyiós (neugr.Yios) =Sohn,

ΣΩΤΉΡ   =   Soter = Erlöser.

Also als Satz formuliert, Jesus Christus, Gottes Sohn, der Erlöser. Ja könnte man sagen, Jesus Christus, Sohn Gottes und Erlöser damit ist ja bewiesen, dass es Jesus Christus wirklich gab. Allerdings ist der Name Jesus und Christus nur herbei geleitet wurden und auch die gesamte Jesusgeschichte nur ausgedacht.

 


 

Das Neue Testament

Die ersten Christen waren noch dem jüdischen Denken verhaftet und lasen hauptsächlich das Alte Testament. Immer mehr tauschten sie Briefe und Sammlungen von Sprüchen untereinander aus, die in den Gemeinden vorgelesen wurden. Aber nach und nach wurde der Ruf nach einem eigenen Lehrbuch, nach einem neuen Wort Gottes, immer lauter.

 

Die ältesten erhaltenen Schriften des Urchristentums, sind die Paulusbriefe, sie entstanden zwischen dem Jahre 48 und 60. Dieser Paulus von Tarsus war Toralehrer und Schriftgelehrter und ein griechisch gebildeter Jude und gesetzestreuer Pharisäer mit römischem Bürgerrecht, ein Recht, das nur eine Minderheit der jüdischen Reichsbewohner besaß und gehörte zu den Verfolgern der Urchristen. Geboren wurde Paulus in der Stadt Tarsus, in der römischen Provinz Kilikien, wuchs aber in Jerusalem auf. Selbst hat er Jesus nie getroffen, doch seit seiner Bekehrung um das Jahr 33 verstand er sich als Missionar und Gesandter Gottes, der den Völkern Gottes Botschaft im Namen vom Jesus Christus verkünden sollte. Hauptsächlich konzentrierte die paulinische Theologie sich auf den Glauben an Jesus Christus und was dieser Glaube bewirkt. Viel mehr als den Tod und die Auferstehung weiß er in seinen Schriften nicht von Jesus Christus zu berichten und bringt den angeblichen Opfertod in ständigem Bezug auf die im Tanach gemachten Verheißungen. Die Versöhnung des Menschen mit Gott, in Erfüllung der Tora, die ein Teil des Tanach ist, sah Paulus durch Jesus Christus, als den Sohn Gottes gegeben. Ein Thema was in den Paulusbriefen vertieft wird, ist die Auferweckung des einzelnen Menschen.

 

Von den von Paulus geschriebenen Briefe an die Gemeinden sind 13 Briefe bekannt, von denen 6 nachweislich gefälscht, also von anderen Personen geschrieben sind, das heißt die Handschriften und Zeitbezüge sind unterschiedlich, so dass sie nicht vom selben Verfasser stammen können. Die noch in der Bibel enthaltenden Paulusbriefe sind von zentraler Bedeutung für das Christentum. In diesen geht es darum, dass durch den Glauben an das Sühneopfer Jesus, der Mensch von seinen Sünden frei werden kann und sind damit eine wichtige Begründung der Jesusfigur. Paulus Interpretation des Wirkens des angeblichen Jesus ist entscheidend dafür, dass sich das Christentum zu einer eigenen Religion entwickelte. Man kann sagen, dass der oder die Verfasser der Paulusbriefe, der theologische und historische Erfinder des Christentums ist. Die Paulusbriefe erwähnen mehrere Mitarbeiter. Es war also eine Gruppe von Menschen die unter dem Namen von Paulus verschiedene Texte verfassten. Die Entscheidung Jesus Christus angebliche Botschaft zu verkünden, also zu missionieren, wurde auf dem Apostelkonvent um das Jahr 46 getroffen.

 

Nach den Paulusbriefen entstanden die Evangelien. Evangelium kommt aus dem altgriechischen und bedeutet soviel wie gute Nachricht oder frohe Botschaft und sind vier Texte oder auch Bücher die im neuen Testament vor den Paulusbriefen angeordnet sind.

 

Das Markusevangelium wurde um das Jahr 70 zwar anonym verfasst, später aber trotzdem mit dem Namen eines Markus verbunden, der im Lukasevangelium genannt wird. Es ist nicht so, dass die vier Evangelisten unabhängig voneinander Jesus Christus beschreiben und es ihn deshalb gegeben hat, sondern aufgrund vieler, teils wörtlichen Gemeinsamkeiten, weiß man heute das Matthäus um das Jahr 80, die Vorlage von Markus nutzte und Lukas sich auf die Werke von Matthäus und Markus stützte.

 

Nirgendwo auf der Welt ist das Original von frühen Teilen des Neuen Testamentes erhalten. Es gibt nur Abschriften von Abschriften. Das mit den fehlenden Originalen kann man am Beispiel des Evangelisten Lukas erklären. Lukas soll das Lukasevangelium um 80-90 unserer Zeit geschrieben haben. Die Papyrus, auch als Papyrus 75 oder Papyrus 111 bezeichnet, auf denen die ältesten datierten Lukasevangelien gefunden wurden, werden auf Ende des zweiten Jahrhunderts und Anfang des dritten Jahrhunderts datiert. Es gibt keine Originale, keine Aufzeichnungen aus der Zeit in der sie geschrieben sein sollen! Ein besonderes Merkmal von Papyrus 75 ist die Tatsache, dass Lukas auf der gleichen Seite endet, wo das Johannesevangelium beginnt.

 

Auch das um Jahr 100 entstandene Evangelium des Johannes ist aufgrund verschiedenartiger Schreibstile, offensichtlich nicht nur von einer Einzelperson geschrieben wurden. Außerdem weist die Wortwahl von Jesus in Sprache, Stil, Aufbau und Stoff des Johannesevangeliums einen erheblichen Unterschied zu den drei anderen Evangelisten auf. Die Reden Jesu drehen sich in langen Reden häufig um die eigene Person. Weiterhin gibt es Passagen, die nicht in den zeitlichen Ablauf der Jesusgeschichte passen. Johannes selbst wird nirgendwo namentlich im Johannesevangelium genannt.

 

Alle vier Evangelisten sind keine Augenzeugen um das Geschehen Jesus Christus gewesen, sie zählen deshalb zur zweiten Christengeneration. Sowohl für die Paulusbriefe, als auch für die Evangelien gilt, dass die Namen der Verfasser nicht identisch sind mit den Personen, die im Evangelium selbst vorkommen und nach denen die Evangelien benannt sind. Die frühen Gemeinden, für die die Evangelien geschrieben wurden, hatten kein besonderes Interesse an einer genauen Bestimmung der Autorenschaft. Nicht der Autor garantierte die Inspiriertheit einer Schrift, sondern der Inhalt, der von der Gemeinde anerkannt wurde. Erst später hat man die Namen hinzugefügt, um den Wiedererkennungsprozess abzusichern.

 

In diesem Zusammenhang soll erwähnt werden, dass im Jahr 6, Judäa, das Land der Juden, zur römischen Provinz wurde. Schon im gleichen Jahr kam es zu einem Aufstand gegen die römischen Besatzer, den Judas, Sohn des Ezechias, anführte. Im Jahr 26 kam es zu schweren Unruhen in Jerusalem, was die Zentrumstadt von Judäa war, nachdem der Statthalter Pontius Pilatus, große Kaiserbilder von Tiberius, dem Nachfolger von Octavius, in die Stadt bringen ließ. Durch die staatliche und religiöse, römische Unterdrückung mündeten diese Aufstände und Unruhen in den großen jüdischen Krieg der im Jahr 66 in Judäa begann und im Jahr 70 mit der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels endete.

 

Einer der ersten christlichen Gruppierungen ist die sogenannte Jerusalemer Urgemeinde zu der auch Paulus von Tarus Kontakt hatte. Diese Urgemeinde verstand sich nicht als eigene Religion, sondern als Teil des Judentums, bestimmte aber als Vordenker maßgeblich die Geschichte des Urchristentums mit. Zu dieser Gruppe gehörten einige hundert Menschen. Die 12 Jünger oder Apostel die Jesus begleitet haben sollen, sind ein Abbild der im Tanach erwähnten 12 Stämme Israels. Auch von anderen jüdischen Gruppen und im Römischen Reich wurde diese Urgemeinde als jüdische Gruppe wahrgenommen. Entstanden sein soll diese Jerusalemer Gemeinde durch ein angebliches Wunder, indem Gottes Geist über sie kam. Allerdings wird dieses Wunder durch einen gewissen Joel schon im Tanach angekündigt, so dass man die Ideen und Verkündigungen der Urgemeinde einfach als ein solches Wunder deutete, um den Vorhersagen des Tanach zu entsprechen. Aus diesem Wunderereignis entwickelte sich später das christliche Pfingsten, was auf den Termin des jüdischen Schawuotfestes gelegt wurde. 

 

Irgendwann zwischen dem Tod von Octavius im Jahre 14 und der Bekehrung von Paulus um das Jahr 33, erfolgte eine Titelsteigerung von Augustus, der Erhabene, zu Christus, der Gesalbte. Genau darüber gibt es aber keine Aufzeichnungen. In der theologischen Forschung gibt es die Vermutung, dass den Schreibern des Matthäus-, Lukas- und Johannesevangeliums, aufgrund von gleichen Satzformulierungen und stellenweisen ähnlichen Textstrukturen, neben dem Markusevangelium eine einheitliche Spruchsammlung als zweite Quelle vorgelegen hat, welche als Logienquelle Q bezeichnet und deren Endfassung um das Jahr 70 angenommen wird. Es spricht vieles dafür, dass es so eine gemeinschaftlich genutzte Vorlage aller vier Evangelisten tatsächlich gab. Sie könnte wahrscheinlich erklären durch wen und wann eine nochmalige Steigerung, der vielen Titel die Octavius innehatte, erfolgte. Und durch wen und auf welcher Grundlage ein solcher Ursprungstext entstanden wäre.

 

Die Urheber einer solchen Schrift wären des Schreibens kundig und theologisch gebildet und von ihrem Glauben sehr überzeugt gewesen, hätten sich vermutlich mit den Römern gut gestellt und über gute Inhaltskenntnisse des Tanach verfügt. Diese Beschreibung passt auf  Paulus von Tarsus und seine Gefährten und so wird Paulus ja auch dargestellt, dass er vom Verfolger der Urchristen zum Verkünder der Botschaft des angeblichen Christus wurde. Es liegt nahe das die Gruppe um Paulus von Tarsus erkannte, dass sie gegen die römischen Besatzer unterliegen würden und überlegten, wie sie trotz dessen, gewisse Glaubensüberzeugungen als neue römische Religion einbringen könnten. Eine nochmalige Titelerhöhung von Octavius war von römischer Seite nicht angreifbar und der erschaffenen Überfigur konnte man alles auf den Leib schreiben was man für kommende Generationen für übermittelswert hielt.

 

Die beiden ältesten Gesamtkopien des neuen Testaments stammen aus dem 4. Jahrhundert. Man kennt 4680 griechische Handschriften des neuen Testaments, von denen keine zwei genau denselben Text aufweisen. Griechisch war über Jahrhunderte die wichtigste Verkehrssprache im östlichen Mittelmeerraum, und auch im lateinischen Westen war die Sprache recht weit verbreitet. Für das neue Testament wurde Koine, eine Art griechischer Dialekt, als überregionaler Standard verwendet. Der Theologe Hieronymus bekam im Jahre 383 von Papst Damasus I. den Auftrag für die Herstellung eines einheitlichen lateinischen Bibeltextes. Er beklagte, dass nicht zwei Texte in längeren Abschnitten übereinstimmen. Das Gesamtwerk neues Testament gibt es in nicht weniger als 800 Handschriften aus dem 2. bis 13. Jahrhundert. Es existiert keine Handschrift, die mit den anderen übereinstimmt. Insgesamt gibt es 50.000 bis 100.000 Varianten an Handschriften bei Aufzeichnungen des neuen Testaments mit teilweisen enormen Verschiedenheiten der gleichen Bibelstelle.

 

Sowohl im alten als auch im neuen Testament wurden Schriften entfernt. Teilweise aus inhaltlichen oder religionspolitischen Gründen oder weil sie zur Zeit der Entstehung nicht bekannt waren. Andere Stellen wurden umgeordnet oder durch Übersetzer passend geschrieben. Mit dem passend geschrieben, kann am Beispiel von König Herodes erklärt werden. Herodes wurde vom zweiten Triumvirat, zu dem auch Octavius gehörte, zum König von Jerusalem ernannt. Er soll laut neuem Testament die Tötung aller männlichen Kleinkinder in Bethlehem angeordnet haben, um den neugeborenen König der Juden, Jesus von Nazareth, zu beseitigen. Nur, Herodes starb 4 Jahre vor der Geburt des angeblichen Jesus. Was allerdings stimmt, das das Volk in ihm keinen rechtmäßigen König sah, da er einem idumäeischen Stamm entstammte und keinem jüdischen und deshalb nicht König über Juden sein sollte. Was auch stimmt, dass er Kinder töten ließ, allerdings nicht Neugeborene, sondern einiger seiner eigenen, weil er glaubte, dass sie ihm nach dem Leben trachten.

 

Und so gibt es viele Personen die in der Bibel Erwähnung finden, die auch wirklich gelebt haben, nur zu anderen Zeiten oder Geschehnisse von denen die Bibel erzählt, die zwar stattgefunden haben, nur in einem völlig anderem Zusammenhang. Die Figur Jesus Christus wurde dann einfach über historische Ereignisse gelegt, Ungereimtheiten glich man dann bei der nächsten Bibelabschrift oder Übersetzung mit an. Nicht unbedingt aus bösen Willen, die Schreiber glaubten ja meist selber an Jesus, sondern eher mit der Einstellung, wenn man einen Fehler bemerkt, kann man ihn ja berichtigen. Auch wie Jesus ausgesehen hat wird nirgendwo im neuen Testament beschrieben. 


 

Die Entstehung des Kreuzes

Ein Kreuz als christliche bildliche Darstellung erscheint etwa ab dem 3. Jahrhundert. Zuvor waren andere Symbole wie der Fisch, der gute Hirte oder das Christusmonogramm in den christlichen Gemeinden üblich. Das Christusmonogramm ist ein kreuzähnliches Zeichen. Erst mit dem Ende der Verfolgungen von Christen durch den römischen Staat im Jahr 311, wurde immer öfters das Kreuzzeichen öffentlich verwendet was sich aus dem Christusmongramm entwickelte.

 

Zum frühen christlichen Emblem wurde das Christusmonogramm, weil der Buchstabenverbund XP die ersten beiden Buchstaben des griechischen Wortes Xpioτός, lateinisch Christos, als Abkürzung des Titels Christus verwendet. Es war also ein ähnliches Geheimzeichen wie der vorher verwendete Fisch. Die Ähnlichkeiten der griechischen Buchstaben X , gesprochen Chi, und P, gesprochen Rho, mit den lateinischen Buchstaben X und P veranlasste in späteren Zeiten die Interpretation des Symbols als Kurzform des lateinischen Wortes Pax, Frieden. Sie drückte aus, dass der Glaube an Christus Frieden gibt und die Christen nach dem Frieden streben sollen.

 

Im Jahr 310 sah Kaiser Konstantin die Vision eines leuchtenden Christusmonogrammes am Himmel. Als Konstantin im Jahr 312 bei der Schlacht an der Milvischen Brücke auf eine Übermacht der Truppen seines Rivalen Maxentius traf, ließ er ein solches Christusmonogramm was er in seiner Vision gesehen hatte, als Schutz- und Siegeszeichen auf die Schilder der Soldaten aufmalen. Konstantin siegte in dieser Schlacht und wurde dadurch alleiniger Herrscher über das römische Westreich.

 

Da durch den Sieg die göttliche Unterstützung bewiesen schien, übernahmen kommende römische Feldherren die Bemalung der Schilder mit dem später anstelle des Christusmonogramms verwendeten Kreuz, bis in die Zeiten der Kreuzzüge , wie die späteren Kriege gegen die Länder im nahen Osten genannt wurden.

 

Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin, soll im ersten Viertel des 4. Jahrhunderts, also über 300 Jahre nach dem angeblichen Kreuzestod von Jesus, als hochbetagte Frau die Stätten des Christentums im Heiligen Land besucht und auf dem ehemaligen Hinrichtungsplatz Golgatha die Reste des Kreuzes Christi gefunden haben. Die Reste des Kreuzes wurden weltweit als Reliquien verehrt. Dieser Fund förderte die Bedeutung des Kreuzes als Symbol des Christentums und stand im Zusammenhang mit der Weihung einer Kirche durch Kaiser Konstantin im Jahr 335 am angeblichen Grab Jesu. Noch heute feiern Christen am 14. September das Fest der Kreuzerhöhung. 

 


 

Das Konzil von Nicäa

Nichts ist mächtiger als eine Idee deren Zeit gekommen ist und so verbreitete sich das aufstrebende Christentum, die Idee der Wiedergeburt und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen für das diesseitige Leben immer mehr. Um den Anfeindungen und Verfolgungen der Christen Einhalt zu gebieten, kam es im Jahr 313 zwischen dem römischen Kaiser Konstantin, auch Kaiser des Westens genannt und Licinius, auch Kaiser des Ostens genannt zur sogenannten Mailänder Vereinbarung, mit der das Toleranzedikt von Kaiser Galerius im Jahr 311 bestätigt wurde, welches das Christentum zur staatlich geduldeten Religion erklärt hatte. Mit dieser Vereinbarung wurde die konstantinische Wende eingeleitet, womit eine religöse Entwicklung bezeichnet wird, die durch die Hinwendung Konstantins zum Christentums und die damit verbundene Abwendung von den traditionellen heidnischen Kulten ausgelöst wurde.

 

Die Mailänder Vereinbarung gab den Christen und allen Menschen freie Vollmacht, der Religion anzugehören, die jeder für sich frei wählt. Nachdem Kaiser Konstantin, durch den Sieg über Licinius bei der Schlacht von Chrysopolis im Jahr 324, Alleinherrscher über das römische Reich geworden war, berief er im Jahr 325 ein Kirchenkonzil in Nicäa ein, um Frieden in unterschiedliche Auffassungen und Glaubensansichten der Christen zu bringen und um das Christentum zur eigenen Festigung der Macht zu nutzen. Hauptpunkt des Konzils war ein Streit zwischen arianischen Auffassungen die von einem gewissen Arius und seinen Anhängern vertreten wurden und trinitarischen Auffassungen.

 

Die einen behaupteten Gott stehe über allem. Die anderen vertraten die Meinung, dass Jesus und Gott gleich sind. Vereinfacht könnte man sagen, die einen behaupteten jeder kann Gott von selbst finden, die anderen sagten, das Gott nur über Jesus zu finden ist. Die Vertreter des Arianismus unterlagen, obwohl sie zahlenmäßig überlegen waren und so schrieb man in die Figur Jesus Christus weiter alles hinein, was man für mitteilenswert und wichtig auch für zukünftige Generationen erachtete.

 

Bei diesem Konzil waren um die 1500 Menschen anwesend, da Kaiser Konstantin 1800 Bischöfe eingeladen hatte, aber nur ca. 300 die Einladung annahmen, aber jeder noch ungefähr 5 Begleitpersonen als Berater mitbrachte. Dieses Konzil dauerte zwei Monate, auf ihm wurden mehrere Streitereien beigelegt, darunter der Osterfeststreit, denn die biografischen Daten von Jesus Christus sind keine historisch gesicherten Daten, sondern Zeiten auf die man sich im Lauf der Zeit geeinigt hat. Per Mehrheitsbeschluss stimmte man über die Göttlichkeit von Jesus ab und obwohl mehrere Bischöfe nach diesem Konzil ihre Zustimmung widerriefen, weil sie unter Druck zu Stande kam, hatten sich zukünftig auch die bei der Abstimmung nicht anwesenden Bischöfe in Zukunft an die vorgegebene Meinung zu halten.

 

Das auf dem Konzil von Nicäa die Anhänger der trinitarischen Lehre gegen die zahlenmäßig überlegenen Vertreter des arianischen Glaubens den Sieg davon trugen, ist nicht zuletzt der Verdienst eines Mannes, der Nikolaus von Myra hieß. Dieser Nikolaus war zu Beginn des 4. Jahrhunderts Bischof in Myra, einer Stadt auf einer kleinen Halbinsel die damals Lykien hieß. Im Jahr 43 unserer Zeitrechnung wurde es ins römische Reich integriert, wo es bis ca. ins 7. Jahrhundert verblieb.

 

Nikolaus von Myra war ein sehr wohlhabender Mann, der mit seinem Geld viel Gutes bewirkte. Auf dem Konzil von Nicäa stellte er sich auf die Seite der Anhänger der Trinitarier und gab Arius, dem Anführer der gegenteiligen Auffassung, also das Jesus nicht Gott ist, im Streit eine Ohrfeige und entschied diesen Streit für sich.

 

Etliche Bischöfe verließen das Konzil frühzeitig, die anderen beugten sich am Ende des Konzils Kaiser Konstantins Machtwort über die Göttlichkeit Jesus Christus. Die Bücher von Arius wurden verbrannt, der Besitz seiner Schriften unter Todesstrafe gestellt und seine Partei als Feinde der Christenheit bezeichnet – der erste Fall, in dem eine abweichende Lehre nicht bloß als Vergehen gegen die Kirche, sondern auch als Vergehen gegen den Staat angesehen wurde. Jesus Christus war offiziell Gott! Nikolaus von Myra wurde später heiliggesprochen, das Christentum im Jahre 380 zur Staatsreligion erhoben, das Kreuz wurde zu einem offiziellen Symbol. 

 


 

Die Biographie von Jesus Christus

Jesus soll im Jahr Null oder Eins zu Weihnachten geboren und 33 Jahre später gekreuzigt wurden sein und soll dann als Auferstandener wieder auf die Erde gekommen sein. Ebenso wie es mit dem Namen von Jesus Christus ist, der lediglich ein Wortspiel ist und nicht eine tatsächlich jemals existierende Person beschreibt, so ist es auch mit den Lebensdaten von Jesus.

 

Es war nicht so das Jesus geboren wurde und man mit einer neuen Zeitrechnung begann, was ja auch keinen Sinn macht, wenn es den historischen Jesus nie gegeben hat. Im Jahr 525 heutiger Zeitrechnung errechnete der Mönch Dionysius Exiguus das vermutliche Geburtsjahr von Jesus.

 

Bis dahin gab es unterschiedliche Zeitzählungen, die sich an der Gründung Roms orientierten oder an den Herrschaftsjahren des gerade amtierenden Machthabers. Auch nach dieser rückwirkenden Datierung wurde nicht einfach mit dem Jahr 526 überall weiter gezählt. In vielen Fürstentümern gab es auch weiterhin unterschiedliche Zeitzählungen, bis durch Karl den Großen, nach seiner Kaiserkrönung am 25. Dezember im Jahr 800, in Westeuropa die Zählungen an die christliche Zählweise angeglichen wurde. Ziel von Karls Feldzügen, war die Ausbau der Macht und die Ausbreitung des Christentums als vorherrschende Religion.

 

Das Jahr 0 oder 1 als Geburtsjahr Jesus ist also erst Jahrhunderte später errechnet wurden. Aufzeichnungen über ein Jahr Null gibt es nicht, da ab der angeblichen Geburt von Jesus mit der Zahl 1 die neue Zählung begonnen wird. Das genaue Osterdatum wurde auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 festgelegt. Das Pfingsten 50 Tage nach Ostern zu feiern ist, wurde schon um das Jahr 300 auf der Synode von Elvira beschlossen. Es sind alles Daten die nie jemals tatsächlich stattgefunden haben, sondern sich erst im Laufe der Jahrhunderte durch Festlegungen herausbildet haben.

 


 

Ostern

Jesus Biografie begann nicht in einer damals zeitlich gesellschaftlich bekannten logischen Reihenfolge, also das Jesus erst geboren wurde und dann irgendwann starb. Diese Reihenfolge ergab sich erst über mehrere Jahrhunderte durch viele Kirchenstreits und Synoden und Konzile. So beginnt Jesus Biografie mit der Diskussion über den Zeitpunkt seines angeblichen Tods und seiner Auferstehung im sogenannten Osterfeststreit.

 

Diese Streits kamen auf, weil das Christentum im Laufe seiner Verbreitung sich immer wieder der Feiertage bediente, die in den Ländern vor der Christianisierung gefeiert wurden. Und wie schon Octavius, die Schutzgötter der Wohnstätten und Nachbarschaften, an die die Menschen glaubten, zu seinen Gunsten umdeutete, so wurden auch bestehende Kulte und Feierlichkeiten einfach in das Leben der Jesusfigur hinein gedeutet, die dadurch immer stärker an Macht gewann.

 

Im Judentum beispielsweise, gilt der 7. Tag der Woche als Ruhetag, den sogenannten Sabbat. Da dort die Woche mit Sonntag beginnt, ist dieser freie Tag der Samstag. Um sich vom Judentum abzugrenzen verlegten die Urchristen den Ruhetag auf Sonntag. Kaiser Konstantin als Anhänger des Sonnenkultes, erklärte im Jahr 321 den Sonntag zum verehrungswürdigen Tag der Sonne. Papst Julius der 1., der zwischen dem Jahr 336 und 352 amtierte, verfügte dann urkundlich, dass dieser Tag, durch den christlichen Feiertag, Tag des Herrn, zu ersetzen sei.

 

Die griechische Bezeichnung für Herr lautet Kyrios und war schon in vorchristlicher Zeit als huldigende Anrede für Götter und Herrscher gebräuchlich. Auch die frühen römischen Kaiser beanspruchten den göttlichen Titel Kyrios für sich. Mit dem Ruf Kyrie Eleison, Herr, erbarme dich, wurde zeremoniell der Kaiser begrüßt, wenn er den Raum betrat. Die Anrede Kyrios bzw. Herr wurde von den Urchristen einfach auf die Jesusfigur umgedeutet, die man damit parallel zum Kaiserkult immer mehr stärkte.

 

Für den Ostertermin orientierte man sich am jüdischen Pessachfest das an die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei mit dem Auszug aus Ägypten erinnert. Wäre schon ein großer Zufall das Jesus genau am Pessachfest gestorben sein soll, und dann genau zu diesem Zeitpunkt dadurch ein sehr wichtiges Fest einer Religion entsteht, an dem auch eine andere Religion ein sehr wichtiges Fest feiert, das eine ähnliche Bedeutung hat.

 

Allerdings liegt auch das Pessachfest zufällig schon auf einen Zeitpunkt der nicht zufällig zu sein scheint. Sowohl das Pessachfest als auch das Osterfest, werden nach dem ersten Vollmond gefeiert, der auf die Frühjahrs-Tag und-Nachtgleiche folgt. Die Frühjahrstag-Tag und-Nachtgleiche, Äquinoktium, meint den Tag im Frühling wo Tag und Nacht gleich lang sind. Dann werden die Tage wieder länger als die Nächte. Es ist länger hell als dunkel. Das Licht besiegt die Dunkelheit. Es ist die Auferstehung des Lichtes über die Dunkelheit. Und das Licht kommt von der Sonne. Ohne Sonne kein Leben. Also das Leben trägt den Sieg über den Tod davon. Jedes Jahr auf neue. Und was wird im Christentum zu Ostern gefeiert? Den Sieg des (ewigen) Lebens über den Tod, symbolisiert durch Jesus Christus Tod und Auferstehung.

 

Da durch Caesar der ägyptische Sonnenkalender eingeführt wurde, glich man auch die Figur Jesus an wichtige Sonnenschnittpunkte an. Dazu kam, dass an diesen Punkten sowieso schon Feste lagen, weil man sich vor der Christianisierung an der Natur orientierte und mit diesen Festen den Zyklus der Jahreszeiten feierte. Das Christentum gab den bestehenden Festen einfach eine neue Bedeutung, wodurch die Änderung für die Menschen einfach anzunehmen war.

 


 

Pfingsten

50 Tage nach dem Passahfest ist im Judentum das Schawuotfest, an dem Moses zu diesem Zeitpunkt die 10 Gebote von Gott empfangen haben soll. Auch Pfingsten ist als Fortsetzung von Ostern, 50 Tage nach dem Osterfest. Zu Pfingsten soll Gott den Heiligen Geist über die Apostel und Jünger von Jesus Christus, wie im Tanach angekündigt, ausgegossen haben. Pfingsten steht damit für das Wachstum der Gemeinde und des Glaubens, da sich die Jünger durch den Heiligen Geist, der beim sogenannten Pfingstwunder über sie kam, in ihren Missionierungen bestätigt und unterstützt fühlten.

 

Und wie schon beim Pessachfest und bei Ostern, liegen auch das jüdische Schawuot und das christliche Pfingsten zufällig an einem zeitlichen Punkt, der eine Entsprechung in der Natur hat. Zu dieser Zeit nämlich wurde weit vor der Christianisierung schon, das Fest des Wachstums gefeiert, an dem Bräuche des Wachstums begangen wurden und das Blühen und das Wiedererwachen der Natur ein festlicher Höhepunkt war und die ersten Früchte und der erste Weizen geerntet wurde.

 


 

Weihnachten

In Rom bestand schon in republikanischer Zeit ein sehr alter Sonnenkult der von dem Sabinerkönig Titus Tatius eingeführt worden war. Dieser altrömische Sonnengott wurde Sol Indiges, einheimischer Sonnengott, genannt und zusammen mit der Mondgottheit Luna jährlich am 28. August verehrt. Mit seiner Kalenderreform legte Julius Caesar den 25. Dezember, den Tag der Wintersonnenwende, als den kürzesten Tag des Jahres, fest.

 

Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel in ihrem Jahreslauf ihren tiefsten Stand in Bezug auf den Meridiandurchgang. Das heißt, sie hat dabei die geringste Mittagshöhe über den Horizont. Auf der Südhalbkugel sind die Verhältnisse umgekehrt. Nach diesem Tag werden auf der Nordhalbkugel, zu der auch das römische Reich gehörte, die Tage wieder länger. Zum Zeitpunkt der längsten Nacht und des dunkelsten Tag wird gewissermaßen das Licht durch die wieder aufsteigende Sonne geboren.

 

Die Sonne bringt mit ihrem Licht alles an den Tag, und so bleibt dem Sonnengott nichts verborgen. Helios, die griechische Personifikation der Sonne, ist allerschauend, daher allwissend und Zeuge von Freveltaten. Diese Eigenschaft zeichnete auch Sol aus, und so erhielt er im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung eine neue und sehr wichtige Aufgabe, nämlich den Kaiser vor Gefahren zu schützen. So entwickelte sich Sol zum Schutzgott der Herrscher. Der Name änderte sich von Sol Indiges zu Sol Invictus, unbesiegbarer Sonnengott. Kaiser Aurelian erhob den Sonnengott zum Herrn des Römischen Reichs und führte für den 25. Dezember einen neuen Feiertag ein - den Geburtstag des Sonnegottes Sol Invictus. Kaiser Konstantin war ab dem Jahr 310 ein besonders eifriger Verehrer des Sol Invictus.

 

Das aufstrebende Christentum ließ sich trotz der Übernahme einiger Elemente nicht mit der Sonnenreligion verschmelzen, sondern forderte deren Beseitigung und setzte sich damit schließlich durch. Der Tag der Geburt Christi ist unbekannt, die Festlegung auf den 25. Dezember erfolgte um die Zeit nach dem Konzil von Nicäa, in Anlehnung an den Geburtstag des Sonnengottes Sol.

 

Jesus Christus wird als Licht des Lebens angesehen, und erblickte in dieser Funktion in der Nacht vom 24. zum 25.Dezember die Welt. Zur Wintersonnenwende wird auch durch die Sonne, das Licht des Lebens geboren, da ab Weihnachten, dem dunkelsten Punkt des Jahres, die Tage wieder länger werden. Die Wintersonnenwende wurde früher auch in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember gefeiert, die Kalenderreform von Papst Gregor dem 13., im Jahr 1582, riss dann aber das Zusammenfallen von Wintersonnenwende und Weihnachten auseinander, so dass die Wintersonnenwende heute zwischen dem 21. Dezember und 22. Dezember liegt.

 

Jesus Geburt entspricht in ihrer Symbolik also der Geburt des Lichtes durch die Sonne, welches schon vor der angeblichen Geburt Jesus Christus jedes Jahr gefeiert wurde. Weihnachten am 25. Dezember wird zum ersten Mal authentisch dokumentiert von Furius Dionysius Filocalus in seinem Chronograph von 354 der auf römischen Quellen aus dem Jahre 336 beruht. Im Jahr 336 war demnach das erste belegte Weihnachtsfest der christlichen Gemeinde in Rom.

 

Eine starke Aufwertung bekam Weihnachten im 6. Jahrhundert durch Martin Luther. Dieser legte nämlich das Nikolausfest am 6. Dezember, das sich um den heiliggesprochenen Nikolaus von Myra gebildet hatte, mit seinem Brauch des gegenseitigen Beschenkens, auf Weihnachten. Da Luther zwar den Brauch des Schenkens beibehalten, aber die Heiligenverehrung abschaffen wollte, brachte nun statt des Nikolaus am 6. Dezember, der von Luther erfundene heilige Christ unbemerkt in der Weihnachtsnacht die Geschenke. Aus dem heiligen Christ entwickelte sich das blondgelockte, engelshafte Christkind, welches wiederum in seiner Darstellung der Reinheit und Unschuld, die Interpretation des Jesuskindes beeinflusste, welches ja auch zu Weihnachten geboren sein soll.

 


 

Das Buch der Bücher

Die Bibel gliedert sich in zwei Bücher die aufeinander Bezug nehmen. Das Alte Testament, was etwa drei Viertel der Bibel umfasst und der übernommene jüdische Tanach ist, nur anders in der Reihenfolge angeordnet und das Neue Testament was etwa ein Viertel der Bibel repräsentiert. Das Alte Testament kündigt angeblich das Kommen von Jesus Christus an, das Neue Testament erzählt über das angebliche Leben von Christus, sein Sterben und vor allem von seinen Lehren und was er der Menschheit übermitteln wollte. 

 

Das Alte Testament ist eher als geschichtliche Aufzeichnung zu sehen, angefangen von der Schöpfungsgeschichte die in der Reihenfolge von der heutiger Wissenschaft bestätigt wird, über den Sturz der Menschheit ins irdische, materielle, über den Auszug der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei, über diverse Naturkatastrophen und Kriege über die Sehnsüchte und Ängste der Menschen damals, bis hin zu der Hoffnung das irgendwann jemand kommen wird, der dem Leid ein Ende setzen wird.

 

Das Neue Testament ist eher ein Wertebuch das auf die Aussagen eines Jesus Christus aufbaut, der den Menschen erzählt, wenn sie sich auf eine bestimmte Weise verhalten, dann werden sie teilweise in diesem Leben, aber vor allem nach dem Tod, die Früchte dieses Verhaltens ernten können.

 

Zwar werden auch im Alten Testament Werte vermittelt z.B. mit den 10 Geboten und auch das Neue Testament nimmt Bezug auf geschichtliche Begebenheiten, aber im Alten Testament wird noch auf etwas hingewiesen, was im Neuen Testament schon geschehen ist und dann gedeutet wird, was das für den einzelnen Menschen bedeutet. Nun könnte man sagen, passt doch gut, in dem einen Buch wird darauf hingewiesen, das Jesus kommen wird, in dem anderen kommt er tatsächlich, also wird es ihn auch gegeben haben.

 


 

Das Alte Testament

Nirgendwo im Alten Testament ist von einem Jesus Christus die Rede! An mehreren Stellen im Alten Testament wird ein Herrscher, ein König, ein Erlöser, ein Retter, ein besonderer Mensch, ein Gerechter in bildlichen Sätzen beschrieben, der kommt und die Dinge wieder in Ordnung bringt. Diese Sätze sind teilweise in der Vergangenheitsform, in der Gegenwartsform und in der Zukunftsform geschrieben. Es könnte also sogar von unterschiedlichen Personen die Rede sein, die der damaligen Hoffnung nach einem besseren, gerechteren Leben Ausdruck verleihen. Auf diese bildlichen Sätze nimmt dann das Neue Testament Bezug, nur das in diesen Bezugnahmen dann der Name Jesus Christus auftaucht, als ob man schon vor Hunderten von Jahren etwas vorhergesagt hätte, was nun eingetreten ist. Trotzdem stellt sich die Frage warum im Alten Testament auf einen kommenden Erlöser verwiesen wird.

 

Die Menschen zu alttestamentarischen Zeiten hatten teilweise mehr Wissen über manche Zusammenhänge als die Menschen von heute. Schon in Herrschaftskreisen des alten Ägypten beschäftigte man sich mit Zukunftsdeutung und Sterndeuterei. Dort war auch schon das Wissen um die Präzessionsperiode der Erdachse bekannt. Diese Periode wird auch Zyklus der Präzession oder Weltenjahr genannt und dauert 25.920 Jahre.

 

Dabei läuft der Frühlingspunkt der Erdachse rückläufig durch die 12 Tierkreiszeichen. Als Frühlingspunkt wird der Schnittpunkt der Erdachse mit dem Himmelsäquator und mit der von der Erde aus gesehenen Sonnenbahn, auch Ekliptik genannt, bezeichnet, an der die Sonne zum Frühlingsanfang der Nordhalbkugel steht. Der zweite Schnittpunkt des Himmelsäquators mit der Ekliptik heißt Herbstpunkt.

 

Dieser Frühlingspunkt durchläuft einmal in den 25.920 Jahren der Präzessionsperiode jedes Tierkreiszeichen. Da die Tierkreiszeichen unterschiedlich große Abschnitte auf der 25.920 Jahre langen Sonnenbahn einnehmen, wurden sie auf 30 ° große Abschnitte gemittelt und ergeben so eine Zeitdauer von 2160 Jahren. Diese Zeitdauer, auch als Zeitalter oder Äon bezeichnet, wird nach dem Tierkreiszeichen genannt, in dem sich der Frühlingspunkt zur Zeit der Kreuzung mit dem Himmelsäquator und Ekliptik befand. Der Begriff Tierkreis kommt vom griechischen Zodiakos und bedeutet im Ursprung Lebewesenkreis.

 

Die Mittelung des Weltenjahres ist so etwas wie ein riesiger Kalender, der etwas über die Entwicklungsstufen der Menschheit aussagt. Ungefähr vom Jahr 2300 vor unserer Zeitrechnung bis ungefähr zum Jahr 140 vor unserer Zeitrechnung, war daher das Widderzeitalter, von da bis ungefähr zum Jahr 2020 geht das Fischezeitalter und dann begibt sich die Menschheit immer mehr ins Wassermannzeitalter für ungefähr die nächsten 2160 Jahre. Ungefähr deshalb, weil die genaue Zeitfestsetzung durch die Mittelung des Kalenders etwas ungenau ist. Daher sind die Übergänge fließend und nicht an einem bestimmten Punkt fest machbar. Das Wassermannzeitalter wird geprägt sein von Fortschritt, Freiheit, Selbstbestimmung, Offenheit und einem Ende von Gegensätzen.

 

Die drei großen ägyptischen Pyramiden und verschiedene Nebenpyramiden in Gizeh, entsprechen in ihrer Position bestimmten Stern -und Planetenkonstellationen. Wegen der Präzession ändert sich allmählich die Winkelstellung den beobachten Himmelskörper gegenüber dem Horizont. Mit den Pyramiden als Bezugspunkte konnten die scheinbaren Bewegungen der Sterne und Planeten festgestellt und damit das 25.920 dauernde Weltenjahr berechnet werden.

 

Da die Ägypter um das Weltenjahr wussten, hatten auch die jüdischen Herrscher, nach ihrem Auszug aus Ägypten, dieses Wissen. Ein Hinweis darauf ist, das der Frühlingspunkt auch als Widderpunkt bekannt ist, was das Zeitalter vor dem Fischezeitalter, dem Zeitalter der Christianisierung, war. Die wussten, dass dieser Übergang von einem Zeitalter zum nächsten bevorstand, sich Dinge ändern würden und neue Ideen auftauchen werden und verwiesen deshalb auf einen kommenden großen Herrscher! Auf das Jahr 1 als Zeitpunkt dieses Wandels wurde sich dann ja erst rückwirkend geeinigt. Viel von diesem Wissen wurde im Laufe der Christianisierung mit Schwert und Feuer vernichtet.

 

Einen ebenso langen Kalender der die Zeitdauer der Präzession berechnet, hatten die Mayas. Der Mayakalender ist wieder etwas bekannter geworden durch seinen Fokus auf 2012. Ob nun das Jahr 2012 oder 2020, sowohl der Tierkreiskalender als auch der Mayakalender berechnen die Entwicklung des Menschen und seine Stellung innerhalb des Universums und der Natur. Da die Übergänge fließend sind, liegt bei einem Zeitraum von 25.920 Jahren eine Ungenauigkeit von einigen Jahren also im Toleranzbereich. Ungenauigkeit in dem Sinne, dass nicht unbedingt genau in einem berechneten Jahr ein spektakulärer Umschwung im Außen passieren muss. Das Jahr 2017 liegt beispielsweise genauso in diesem Zeitfenster des Übergangs von einem Zeitalter ins andere. Die Übergänge der Zeitalter sind also allmählich und vorhersehbar. Ein Weltbild löst immer mehr ein vorheriges Weltbild ab.

 

In den 25.920 Jahren der Präzession bewegt sich die Entwicklung auf der Erde, 12.960 Jahre nach unten ins materielle, tiefschwingende und dann wieder 12.960 Jahre nach oben ins geistige, höher schwingende. Jesus wird auch als Löwe, vom Stamm Juda, bezeichnet, der von einer Jungfrau geboren wurde. Die Abwärtsbewegung begann zum Ende des Jungfrauzeitalters, im Übergang zum Löwezeitalter. Um das Wissen über den Anfang dieser Abwärtsbewegung für die Nachwelt zu erhalten und um zu wissen wann es wieder nach oben geht, wurde es als Bildgleichnis auf die Figur des Jesus geschrieben. Daher auch der Glaube das Jesus wiederkommen wird. Aber nicht Jesus wird wiederkommen, sondern geistige Prinzipien der gegenseitigen Rücksicht und der Liebe werden mit dem Beginn der Aufwärtsbewegung wieder an Stärke gewinnen.

 

Zwischen Jesus und dem ägyptischen Gott Horus,  gibt es viele biographische Parallelen, da zwar die Figuren der Erzählungen im Laufe der Jahrtausende wechselten, aber das dadurch transportierte Wissen und die vermittelten Werte gleich blieben.

 


 

Jesus im Koran

Auf viele biblische Gestalten wird sich auch im Koran bezogen. Im Koran hat Jesus den Namen ʿĪsā ibn Maryam, übersetzt, Jesus, Sohn der Maria. Über Jesus Geburt, über seine Aufgabe als Prophet und über seinen angeblichen Tod wird berichtet und das nicht er getötet wurde, sondern jemand der nur aussah wie Jesus. Eine Verwechslung also. Aber wie kann jemand ähnlich aussehen, wie jemand, den es gar nicht gegeben hat? Noch nicht mal die Bibel beschreibt Jesus in seinem Aussehen.

 

Von ungefähr 609 – 632 christlicher Zeitrechnung wurde Mohammed der Koran offenbart, dessen mündliche Weitergabe dann von anderen Menschen aufgeschrieben wurde. Er selber konnte weder lesen noch schreiben, womit häufig begründet wird, dass er daher auch keinen Zugang zu Erzählungen der Bibel gehabt kann.

 

Mekka, die Stadt in der Mohammed lebte, war schon in vorislamischer Zeit Wallfahrtsort. Außerdem führten mehrere Handelsrouten durch Mekka. Mohammed war selber Handelsmann und Karawanenführer und nahm an Handelskarawanen nach Byzanz teil, was Teil des oströmischen Reiches war. 629 führte Mohammed in Tabuk einen militärischen Feldzug gegen die byzantinischen Truppen des oströmischen Reiches. Durch Händler und Militär verbreiteten sich christliche Erzählungen immer mehr.

 

Es kann als sicher gelten, dass die Person Mohammed, Kontakt mit dem Christentum hatte und auch von der Figur eines Jesus Christus gehört hatte und davon in seinen Erzählungen inspiriert wurde. 

 


 

Wozu der ganze Aufwand?

Kernaussage der drei monotheistischen Religionen ist, es geht nach dem Tod weiter. Der Tod ist nicht das Ende. Warum denkt man sich dann eine solche Geschichte wie die von Jesus aus? Natürlich aus Machtgründen, könnte die Antwort sein und das ist auch vordergründig stimmig, denn jemand der frei ist, ist frei. Jemand der sich diese Freiheit durch eine andere Person erhofft, der ist manipulierbar. Wer weiß, dass er nicht wirklich sterben wird, der geht seinen Weg, jemand der denkt, dass er von dem Wohlgefallen von jemand anders abhängig ist, der ist steuerbar.

 

Aber es gibt noch einen anderen Grund. Durch die Jesusfigur war es möglich das Wissen um die Wiedergeburt über zwei Jahrtausende zu retten, denn dieser Figur konnte weder Schwert noch Feuer etwas anhaben, in Zeiten des Materialismus, von der die Verfasser der Bibel aufgrund ihrer kalendarischen Berechnungen wussten, daß sie kommen würden. Kein Machthaber konnte dieser Figur etwas anhaben, war die Deutung der Jesusfigur doch von Anfang an, mit der eigenen Macht verbunden.

 

Das zentrale Element der Erzählung um Jesus, ist nicht seine Geburt, sondern seine Lehren und die gesamte Ostergeschichte. Jesus stirbt und kommt wieder zurück. Und zu Pfingsten als Fortsetzung von Ostern, gleich nochmal dasselbe. Jesus fährt zum Himmel auf und kommt als Heiliger Geist wieder zurück. Denn nach der Trinitätslehre sind Jesus und der Heilige Geist eins. In früheren Jahrhunderten wusste man noch um die Gemeinsamkeit von Auferstehung und Himmelfahrt, so dass Jesus Auferstehung nicht als bloße Wiederbelebung seines Leichnams verstanden wurde. Auferstehung und Himmelfahrt standen in einem Zusammenhang. Und darum lassen die Verfasser der Bibel, Jesus auch sagen, das was ich kannkönnt ihr auch. Und sogar noch viel mehr. Später wurden Auferstehung und Himmelfahrt bewusst voneinander getrennt, ohne dass es noch zu einer einheitlichen Sicht von beiden Ereignissen kam. Selbst Pfingsten und Himmelfahrt wurden voneinander getrennt, die einmal wie Ostern ein Fest waren. 

 

Die Jesusfigur ist ein Gleichnis um den Menschen den Glauben an ein Weiterleben nach dem Tod und die Unbegreiflichkeit der Wiedergeburt nahe zu bringen, in Form einer Einweihungsgeschichte. Einer Art Fabel. Eines Märchens. 

 


 

Wie funktioniert Wiedergeburt?

Der Mensch besitzt 7 Körper. Den physischen Körper und 6 geistige Körper. Diese 7 Körper heißen physischer Körper, Ätherkörper, Astralkörper, Mentalkörper, Seele, Adonai und Monade. Vom physischen Körper nach außen gehend, werden diese immer durchlässiger und größer in ihrer Ausdehnung je weiter man von einem Körper zum nächsten Körper kommt.

 

Der Mensch existiert nach dem Tod genauso wie vor dem Tod, nur nicht mit einem Körper in so einer Dichte wie ihn der physische Körper aufweist. Das was als Jenseits bezeichnet wird, ist ebenso real, wie die diesseitige Welt. Nur die Perspektive ist eine größere. Durch innere Widerstände, Blockaden, Ängste, anerzogene Denkweisen und eine Überaktivierung vornehmlich der unteren Chakras, haben die meisten Menschen allerdings keinen bewussten Zugang zu anderen Dimensionen als wie der, die man mit den bekannten Sinnen wahrnehmen kann. Nach dem Tod erfolgt daher ein enormer Bewusstseinszuwachs, da man seine begrenzte Weltsicht und seine Identifikation mit der eigenen Körperlichkeit verliert. 

 

In der gedanklichen Ausdehnung der äußeren Körper, in der die Menschen auch untereinander in Verbindung stehen, kommt man der Vorstellung nahe wie und wo Gott wirklich ist. Daher auch die Redensart vom Glück im 7. Himmel. Gott ist nichts vom Menschen getrenntes, der Mensch ist selbst ein Teil Gottes. Deshalb heißt es ja auch Jesus und Gott sind eins.

 

Jesus ist der Mustermensch. Das Ideal. Auch wenn es ihn nie gegeben hat. Das was Jesus gesagt haben soll, zum Beispiel in der Bergpredigt oder in vielen Gleichnissen, das sind Anleitungen wie man die Verbindung zu seinen geistigen Körpern wiedererlangt. Es sind hilfreiche Geschichten, an denen man wachsen kann und die Orientierung geben sollen, wie man sein Leben sinnvoll ausrichtet. Aber die, die sich diese Geschichten und Gleichnisse ausgedacht haben, das waren Menschen. Und Menschen sind fehlbar. Deswegen brauchte es eine Jesusfigur an der auf vielen Synoden und Konzilen und durch viele Kirchenstreits und Bibeländerungen das herausgearbeitet wurde, was man als wichtig für die Entwicklung des einzelnen Menschen erachtete.

 

Daher, auch wenn es Jesus Christus nie gegeben hat, für denjenigen der immer versuchte nach den Lehren von Jesus Christus zu leben, für den ändert sich eigentlich nicht viel. Denn die Schätze auf Erden werden auch in Zukunft von Motten und Rost gefressen. Und auch der irdische Körper verfällt in Zukunft nach dem Tod.

 

Aber alle Erfahrungen, Vorlieben und Abneigungen, Charakterzüge, Wünsche, Gedanken, Begierden und innere Einstellungen die werden nach dem Tod gespeichert in den geistigen Körpern. Bis man sich wieder in einem materiellen Körper manifestieren will. Oder muss, weil man noch zu sehr an gewissen Dingen verhaftet ist. Und man wird innerlich nicht als wesentlich anderer Mensch wiederkommen, wie der man im letzten Leben geworden ist.

 


 

Wie entstand der Gedanken Gott im Aussen anzubeten?

Wie aber kam man überhaupt darauf, Menschen als Götter zu verehren? Wenn Gott etwas Geistiges ist, was jeden Menschen durchdringt, wo kommt dann die Idee her, materielle Dinge als Gott zu verehren? Vor den ersten allgemein angenommenen Hochkulturen kamen Besucher von außerhalb der Erde hier auf diesen Planeten. Mit ihrem höherem Wissen über universelle Zusammenhänge erlangten sie Macht über die Erdmenschen. Mit Experimenten griffen sie sogar in die Genetik der hier lebenden ein. Und sie gaben der Versuchung nach, diese Macht auszunutzen und setzen sich mit ihrem Wissen, das viel Wahrheit enthielt, selbst an die Stelle Gottes, den jeder nur selbst in sich finden kann. Dadurch kamen die Menschen auf die Idee, Gott im Äußeren zu suchen, diverse Gottbildnisse anzubeten und irgendwelchen Heilsversprechern zu folgen. Das Wissen dieser Besucher wurde zur Menschheitsentwicklung in lehrhafte Bildgeschichten verpackt und findet schon in altägyptischen Gottesbeschreibungen Verwendung. Der Tanach und später die Jesusgeschichte griffen diese Geschichten auf und erzählte sie in Abwandlungen weiter.   

 


 

Fazit

Das diese Besucher auf der Erde waren und das es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, soll nicht der Schwerpunkt dieses Textes sein und deshalb auch nur am Rande erwähnt sein.

 

Hauptthema war, dass es einen Jesus Christus und die Situationen die er erlebt haben soll, nie gegeben hat, sondern das diese Figur benutzt wurde zur Machterweiterung der römischen Herrscher. Und das ist nachprüfbar, wenn man sich damit beschäftigt, wie die wichtigsten Lebensdaten in Jesus Leben tatsächlich entstanden sind. Die Herrschaft der römischen Kaiser und deren geschaffene Staatsreligion fand dadurch ihre Ausbreitung, dass sie die Menschen dazu brachte, ihr Glück in dem Glauben an eine äußere Figur zu erhoffen, in deren Namen alles politische und theologische Handeln begründet wurde. Auf diese Weise war es möglich, die Menschen nicht nur auf körperliche Ebene, sondern auch auf geistige Art kontrollieren zu können.

 

Ausgedacht wurde die Jesusfigur nicht von Christen, sondern von jüdischen Vordenkern, die erkannten das sie den Kampf gegen die römische Besatzungsmacht verlieren würden und die mit dieser bildlichen Geschichte, eigene Glaubensüberzeugungen für nachfolgende Generationen bewahren wollten. Im Koran wurden die biblischen Personen dann einfach übernommen. Die auf Jesus Christus geschriebenen Lehren und Gleichnisse, können manchem Orientierung und Halt bieten, gegeben hat es Jesus Christus als Mensch allerdings nicht.

 

 

 

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